Lebenslanges Lernen

Der Begriff „Lebenslanges Lernen“ steht für das Konzept, Menschen zur Bereitschaft zum lebenslangen Lernen aus eigenem Entschluss zu bewegen. Ausgangspunkt der Konzeption Lebenslanges Lernen bildet die in den letzten Jahrzehnten gereifte Erkenntnis, dass das Wissen und Können der Erstausbildung in den meisten Fällen nicht mehr reicht, um das bis vierzig Jahre währende Berufsleben sinnvoll zu bestehen.

Lebenslanges Lernen ist inzwischen Bestandteil vieler bildungspolitischer Konzepte und Forderungen geworden. Die Europäische Kommission startete für die Jahre 2007-2013 das „Projekt Lebenslanges Lernen“ (PLL), gefördert mit einem Gesamtbudget von fast sieben Milliarden Euro.

Die Bundesregierung verabschiedete 2008 ihre Konzeption für Lebenslanges Lernen „Lernen im Lebenslauf“. Ausgehend vom empirischen Befund, die Beteiligung an Weiterbildung in Deutschland sei im internationalen Maßstab zu niedrig, wurde ein Bündel von Maßnahmen beschlossen:

  • Einführung einer Bildungsprämie: Mehr Menschen sollen zur Finanzierung ihrer Weiterbildung motiviert werden.
  • Verbesserung der Bildungsberatung: Um einen Prämiengutschein für die Weiterbildung zu bekommen, muss eine der neu eingerichteten kostenlosen Beratungsstellen aufgesucht werden.
  • Weiterbildungstests der Stiftung Warentest: Die Tests der Stiftung werden fortgeführt.
  • Verbesserung der Angebotsstruktur vor Ort: Die Initiative „Lernen vor Ort“ und ein regionales Bildungsmonitoring soll in den Regionen die Bildungszusammenarbeit stärken.
  • Angebote für Zielgruppen mit besonderen Potenzialen: Um dem Bedarf an Fachkräften gerecht zu werden, sollen auch ehemalige Studierende ohne Abschluss oder arbeitslose Ingenieure angesprochen werden

Weitere Maßnahmen des Konzepts Lebenslanges Lernen der Bundesregierung betreffen die Einführung eines Technikums zur Steigerung der Studierbereitschaft für technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge, den Ausbau des Programms AQUA (Akademiker qualifizieren sich für den Arbeitsmarkt), sowie neue Bildungs- und Erwerbswege für Studienabbrecher.

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