Fernkurse

Um am Fernunterricht einer Fernschule oder Fernhochschule teilnehmen zu können, muss man einen Fernkurs – synonym für Fernlehrgang – belegen. Der Fernkurs stellt nach Definition des deutschen Wissenschaftsministeriums eine Form der Weiterbildung dar, bei der Lehrende und Lernende sowohl räumlich als auch zeitlich getrennt sind. Dennoch wird der Lernende im Fernkurs nicht allein gelassen, sondern stets durch einen Fernlehrer – seinen Tutor – betreut.

Beim klassischen Fernkurs wird das gedruckte Lehrmaterial per Post versandt, der Begriff Lehrbrief wurde so geprägt. Der Teilnehmer am Fernkurs arbeitet den Lehrbrief durch und schickt seine zu lösenden Einsendeaufgaben zum Institut. Von dort erhält der Lernende sie korrigiert und kommentiert zurück – gegebenenfalls zusammen mit dem nächsten Fernkurs – Lehrbrief. Wenngleich Fernkurse stets abschlussorientiert sind, kann sich der Fernschüler Zeit und Ort für sein Lernen frei einteilen.

Fernkurse können durch zusätzliche Präsenztage ergänzt werden. Abhängig vom gewählten Fernkurs kann der Besuch freiwillig oder sogar obligatorisch sein, etwa um praktische Fertigkeiten in einem Labor zu erwerben. Immer aber dient eine Präsenzveranstaltung auch zum Austausch mit anderen Lernenden.

Mit dem Medienzeitalter wurden die Lehrbriefe der Fernkurse zunehmend durch Kassetten, CDs oder DVDs ergänzt. Längst hat auch das Internet die Fernschulen erreicht, alle renommierten Anbieter von Fernkursen setzen inzwischen auf E-Mail, Chat und Foren, einige bieten sogar einen kompletten „Virtuellen Campus“ an. Moderne Fernkurse kombinieren – didaktisch aufeinander abgestimmt – klassische Methoden der Wissensaneignung mit virtuellen Bildungsangeboten und Präsenzphasen und realisieren so das Konzept des „Blended Learning“.

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