Selbststudium

In Selbststudium steckt das Wort „selbst“, in der Diskussion unter Pädagogen der Erwachsenenbildung innerhalb der letzten Jahre so etwas wie der Joker im Kartenspiel. Selbstgesteuertes und Selbstorganisiertes Lernen heißen die Lernformen, die nach Meinung vieler Erwachsenenbildner das teilnehmerorientierte Lernen allmählich ablösen sollen und denen auch das Selbststudium zugeordnet werden kann.

Selbststudium wird im allgemeinen Sprachgebrauch in zweifacher Hinsicht als Bezeichnung benutzt für:

  • selbstorganisiertes, selbstgesteuertes orts- und zeitunabhängiges Lernen, das in allen Lernformen der Erwachsenenbildung auftritt
  • eine Form des Fernstudiums, bei der mit ähnlichen Lehrmaterialien wie bei diesem gearbeitet wird, im Gegensatz zum Fernunterricht aber keine Lernerfolgskontrolle durch Einsendeaufgaben, kein Präsenzunterricht (Seminare), keine Prüfung und damit keine pädagogische Betreuung des Studierenden erfolgt

Mit Selbststudium bezeichnet man also zunächst einmal das eigenständige Erlernen einzelner Studiengebiete – ein Teil des Lernstoffes wird im Selbststudium erarbeitet, bei manchen Fächern bis zirka 75 Prozent. Selbststudium gehört also zu jedem Studium – egal ob man in der Bibliothek oder im Internet stöbert – dank WLAN auch auf den Campus-Wiesen.

Das Selbststudium als solches stellt eine Form des Fernstudiums dar und ermöglicht wie dieses das Studieren neben dem Beruf unabhängig von Ort und Zeit.

E-Learning Angebote für das Selbststudium unterstützen das zeit- und ortsunabhängige Lernen. Sie setzen auf Online-Lernplattformen wie z.B. ILIAS auf, welche die Verwaltung sowohl der Lernangebote als auch der Lerner meistern. Derartige Angebote dienen zur selbständigen Aneignung des Wissens, zum Üben sowie zum Selbsttest und sind nicht betreut, können aber bei lehrplangerechten Inhalten durchaus zur Prüfungsvorbereitung dienen.

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